Für eine natürliche Umgebung im Vogelzimmer
Die Sitzäste für Wellensittiche können ruhig verschiedene Durchmesser haben. Der Wechsel zwischen dünnen und dicken Ästen trainiert die Füße der Wellensittiche. Und keine Sorge, wenn die Vögel an den Holzästen knabbern, das ist sogar gesund für die Wellensittiche. So wetzen sich die Vögel das Schnabelhorn ab und nutzen den Holzast als natürlichen Wetzstein. Außerdem gibt es in der Rinde Gerbstoffe, die die Verdauung fördern.
Ihr solltet auf jeden Fall die Äste vorher mit heißem Wasser abwaschen. So seid ihr auf der sicheren Seite, was Keime und Parasiten angeht. Desinfizieren müsst ihr die Naturäste nicht extra. Morsche und nasse Zweige solltet ihr sowieso nicht für die Wellensittiche sammeln.
Der Mix machts: Sitzgelegenheiten im Freiflugzimmer
Ein Mix aus Naturhölzern, Seilen und Schaukeln trainiert den Gleichgewichtssinn der Vögel. Und bietet für jeden Wellensittich den passenden Lieblingsplatz. Äste von Buchen und Birken sind meist dicker und daher ideal als „Rohmaterial“ für einen Freisitz oder als Sitzstange für das Freiflugzimmer. Nicht umsonst ist die Birke ein beliebtes Material für Vogelfutterhäuschen.
Maibäume & Ständer von Vogelfutterhäuschen
Besitzer kleiner Gärten können nicht auf Schnittgut großer Bäume zurückgreifen. Beim Förster kommt es auch nicht gut an, wenn ihr im Wald große Äste von gesunden Bäumen abschneidet. Daher lohnt es im Juni nach Maibäumen Ausschau zu halten oder Ständer von Vogelhäuschen umzuwidmen. Denn für beide werden robuste Birkenstämme verwendet.
Birkenholz ist bei meinen Wellis besonders beliebt, weil sich die Rinde so leicht abknabbern lässt. (Klick für mehr Infos!)
Naturhölzer aus dem eigenen Garten
Glück hat, wer einen großen Garten mit entsprechend alten Bäumen besitzt. Dann könnt ihr beim Rückschnitt der Obstbäume Äste „ernten“. Für Wellensittiche eignen sich z. B. folgende Baumarten: Apfelbäume, Süß-Kirsche, Haselnuss, Buchen, Birken und Korkenzieher-Weide.
Ich habe mittlerweile eine Haselnuss in meinen kleinen Garten gepflanzt. Die liefert zumindest im Sommer schon dünne Äste mit Blättern. Ein natürliches Schredder-Spielzeug. Achtet nur darauf, keine giftigen Baumarten zu verwenden. Das sind: Eibe, Tollkirsche, Goldregen und der Lorbeerbaum. Nadelbäume wie die Fichte sind zwar ungiftig – also keine Angst wegen Tannenbäumen -, aber sie enthalten Harz, das wie Klebstoff wirkt.
Diesen Weidenast hatte ich noch im Blumenladen gekauft. Aber meine kleine Haselnussweide hat dieses Jahr schon erste Sitzstangen geliefert. (Klick für mehr Infos!)