Vitamin D für Wellensittiche
Nicht nur für Menschen ist Vitamin D, das uns die Sonne liefert, wichtig. Wellensittiche benötigen ebenfalls Sonnenlicht. Wer keine Außenvoliere besitzt, kann den Vogelkäfig auf Terrasse oder Balkon stellen. Dort können die Vögel im Sommer das Sonnenlicht genießen.
Ungeeignete Lichtquellen im Vogelzimmer
Im Herbst und Winter wird es schon schwieriger, für genügend Licht und Sonne zu sorgen. Insbesondere, da die Wellensittiche – im Gegensatz zu uns – UV-Licht wahrnehmen können. Zwar lassen Fensterscheiben einen Teil der UV-Strahlen durch, aber bei bewölktem Himmel erreicht nur wenig Licht das Vogelzimmer.
Wie viele andere Vogelhalter dachte ich naiv, dass hübsche Lichterketten eine gute Lösung seien. Schließlich nutzen wir die Weihnachts-Lichter während der Adventszeit, um die dunkle Jahreszeit zu erleuchten.
Das Problem des „Flacker-Effekts“
Allerdings sind die künstlichen Lichtquellen meist nicht für Wellensittich-Augen geeignet. Wellensittiche nehmen mit 150 Hz deutlich mehr Bilder pro Sekunde wahr als Menschen, die maximal 60 Hz wahrnehmen. Das bedeutet, dass die meisten künstlichen Lichtquellen, wie Lichterketten und Lampen, für Wellensittiche flackern. Im schlimmsten Fall nehmen die Vögel die Lichter wie eine Diskokugel wahr, was sie nervös machen kann.
Flacker-Test für künstliche Lichter
Wenn du testen möchtest, wie stark der Effekt ist, kannst du die Kamera-App deines Smartphones verwenden. Halte die Linse nah an das Leuchtmittel. Wenn die Leuchtmittel flimmern, siehst du schwarze Balken durch das Bild der Kamera laufen. Je dunkler und größer die Balken, umso stärker ist der Flimmer-Effekt.
Bird Lamp liefert UV-Licht
Wenn du bereit bist, für die Beleuchtung im Vogelzimmer mehr zu investieren, kannst du spezielle Vogel-Lampen verwenden. Diese Lampen strahlen UV-Licht aus und bieten den Wellensittichen auch in den dunkleren Monaten künstliches Sonnenlicht. Allerdings nimmt die Wirkung der Lampen ab und sie müssen einmal im Jahr ersetzt werden.
Bird Lamps sind eine gute Alternative wenn ihr die Vögel nicht ganzjährig in der Außenvoliere halten könnt. Gerade im Winter liefern die Birnen, die UV-Licht abgeben wichtiges Vitamin D. Das kann euch auch nicht schaden. (Klick für mehr Infos!)
Nachtlicht gegen Nachtschreck
Viele Heimvogelhalter lassen die Vögel nachts in den Käfig oder die Voliere gehen. Das hat den Vorteil, dass die Vögel nicht im dunklen Zimmer herumfliegen, wenn sie sich nachts erschrecken. Denn dabei könnten sie sich verletzen. Aber auch in Käfig oder Voliere ist ein Nachtschreck gefährlich, wenn die Vögel im Dunkeln gegen Spielzeug oder Sitzstangen prallen. Manche Vogelhalter decken deswegen den Käfig mit einem Tuch oder einer Decke ab. So fühlen sich die Vögel angeblich sicherer. Meine Wellensittiche waren davon nicht begeistert und haben so lange an der Decke geknabbert, bis sie heruntergefallen ist. Ich lasse den Vögeln lieber ein Nachtlicht an. So finden die Vögel, wenn sie sich nachts erschrecken, schnell wieder zurück auf ihre Sitzplätze.