Inhaltsverzeichnis

Keine Lust auf Lesen? Hier ist mein Youtube-Video mit den Ernährungstipps:


10 Dinge, die Wellensittiche fressen dürfen:

1. Keimfutter und Sprossen

Quellfutter lässt sich ganz einfach aus dem Körnerfutter der Wellensittiche herstellen. An Gräsern, Samen und Sprossen können Wellensittiche fast alles fressen. (Klick für mehr Infos!)


2. Obst, Gemüse und Salat

Wellensittich-Henne Laura knabbert an Möhrengrün.

An Obst und Gemüse, wie Salat dürfen Wellis fast alles fressen. Zum Download findet ihr hier ein PDF mit einer Liste.

Salat- und Basilikumblätter eignen sich auch hervorragend um Bademuffel ins Wasser zu bekommen. Legt die einzelnen Blätter einfach in eine Schale mit Wasser und wartet ab, bis die Vögel sie entdecken.


3. Wildkräuter

Wellensittich-Hahn Moritz schaut neugierig auf den Topf mit Petersilie.

Auch viele Wildkräuter, die ihr selber sammeln oder im (Bio-)Supermarkt kaufen könnt sind für Wellensittiche genießbar. Ein PDF mit einer Liste der Wildkräuter, die für Wellis bekömmlich sind habe ich für euch zusammengestellt.


4. Blätter, Blüten und Beeren

Wellensittich-Henne Bella knabbert an Feuerdorn mit roten Beeren.

Blätter, Blüten und Beeren von Wildpflanzen sind für Wellensittiche auch meist bekömmlich. Futterpflanzen wie der Golliwoog® und Katzengras sind auch hervorragende Nährstofflieferanten. Sehr gern werden die roten Beeren vom Feuerdorn oder Vogelbeeren gefressen. Eine Liste mit nicht giftigen Pflanzen findet ihr hier als PDF zum Download.


5. Verschiedene Hirsesorten

Verschiedene Hirsesorten wie die allseits beliebte Kolbenhirse, aber auch Silberhirse, Rispenhirse und Hühnerhirse, die in jedem Garten wächst werden gerne von Wellensittiche gefressen. (Klick für mehr Infos!)


6. Reis und Nudeln

Reis und Nudeln eignen sich roh als Spielzeug und werden gekocht gern gefressen.

Reis und Nudeln – natürlich gekocht und ungesalzen werden von manchen Wellensittichen gern gefressen. Mittlerweile bekommen meine Vögel bei Reis- und Nudelgerichten eine eigene Portion. Reiswaffeln und rohe Nudeln sind ebenfalls als Spielzeug geeignet.


7. Eifutter

Eifutter eignet sich als Aufzuchtfutter und um kranke Vögel aufzupäppeln. Aber nur sparsam einsetzen.

Eifutter, das man im Tiergeschäft kaufen kann und gekochtes Eigelb oder Eiweiß sind auch empfehlenswert – besonders wenn kranke Vögel wieder aufgepäppelt werden sollen. Aufgrund des hohen Proteingehalts sollte Eifutter jedoch nur sparsam gereicht werden, da eure Vögel sonst zu kleinen Tonnen werden.


8. Wellikekse und Knabberstangen

Selbstgebackene Wellikekse: Die sind weitaus gesünder als die Knabberstangen, die es im Zoohandel zu kaufen gibt

Neben den vielen Leckereien und Knabberstangen, die ihr für Wellensittiche mittlerweile kaufen könnt, könnt ihr auch selbst leckere Wellikekse backen. Dafür braucht ihr nur etwas Mehl und 1 Ei für den Teig und Körnerfutter. Zur Verfeinerung des Geschmacks könnt ihr etwas Honig hinzufügen. Alles zu einer klebrigen Masse verrühren und entweder zu kleinen Bällchen formen oder in Förmchen füllen bzw. Kekse ausstechen. Im Ofen knusprig backen – aber Vorsicht, nicht zu lange sonst werden die Welli-Kekse steinhart! – und vor dem Servieren abkühlen lassen.


9. Öle

Viele Speiseöle sind auch für Wellensittiche bekömmlich.

Öle sind zwar reich an Omega-3 und 6-Fettsäuren, sollten aber nur selten und in geringen Mengen gegeben werden. Ihr könnt ein paar Tropfen des kaltgepressten Öls über das Körnerfutter oder Gemüse träufeln. Geeignet sind: Leinöl, Nachtkerzenöl und Weizenkeimöl. Da Wellensittiche diese Fette in der freien Natur nicht zur Verfügung stehen sollten sie wenn nur mit Vorsicht eingesetzt werden.


10. Heimchen und Mehlwürmer

Getrocknete Mehlwürmer schmecken auch den Gartenvögeln. Meine Wellensittiche konnte ich davon aber noch nicht überzeugen.

In der Natur sind Wellensittiche wohl keine reinen Vegetarier deshalb könnte man Ihnen angeblich auch Fleisch verfüttern. Ich selbst habe das noch nicht ausprobiert. Aber Heimchen und Mehlwürmer, die mittlerweile in jedem Tiergeschäft erhältlich sind, sollen dafür geeignet sein.


10 Dinge, die Wellensittiche nicht fressen dürfen:

1. Salzige Speisen und Zucker

Salz und Zucker sind wie andere Gewürze tabu für Wellensittiche. Sie können zu schweren Verdauungsstörungen und Vergiftungen führen.

Generell sollten Wellensittiche keine salzigen und stark gewürzten Speisen wie Saucen vom Teller des Menschen naschen. Zucker ist auch tabu. Wenn ihr Wellikekse o.ä. süßen wollt, mit Honig.


2. Fisch und Fleisch

Fisch und Fleisch sollten bei Wellensittichen nicht auf dem Speiseplan stehen. Tierische Proteine können die Vögel nicht verwerten.

Fisch und Fleisch sind keine geeigneten Lebensmittel für Wellensittiche. Selbst frisch und unbehandelt sollten Wellensittiche diese Speisen nicht bekommen. Wellensittiche fressen Sämereien und ihr Verdauungssystem ist nicht darauf ausgerichtet tierische Proteine zu verarbeiten.


3. Milchspeisen

Milchspeisen vertragen Vögel nicht wegen der Laktose. Das führt bei den Vögeln zu Durchfall.

Milchspeisen wie Joghurt, Quark und Käse sind ebenfalls nicht zu empfehlen, da sie zu fetthaltig sind. Laktose (Milchzucker) kann außerdem zu Durchfall bei den Vögeln führen.


4. Backwaren

Backwaren quellen im Vogelmagen deswegen solltet ihr Vögel niemals mit Brötchen füttern!

Backwaren wie Brot und Brötchen sind tabu für alle Vögel. Denn die Backwaren quellen im Magen auf. Außerdem sind moderne Backwaren viel zu salzhaltig.


5. Scharfe Gewürze und Lauch

scharfe Gewürze und Lauchgewächse vertragen Wellensittiche nicht. Sie führen zu Verdauungsstörungen oder vergiften die Vögel im schlimmsten Fall.

Scharfe Gewürze wie Chili, Ingwer und Knoblauch sind ebenfalls tabu. Lauch, Bärlauch und Schnittlauch sind schwer verdaulich für Wellensittiche.


6. Bestimmtes Obst und Gemüse

Avocados zählen zu den wenigen für Wellensittiche ungeeigneten Gemüsesorten.

Verschiedene Obst- und Gemüsesorten sollten auch besser von Wellensittichen gemieden werden: Auberginen, Avocados, Bohnen, Erbsen, Guave, Pilze, Tomaten und Zwiebeln.


7. Erdnüsse und Kokosnüsse

Erdnüsse sollten nicht verfüttert werden da sie häufig Schimmelsporen enthalten.

Erdnüsse sind ebenfalls in Verruf geraten, da sich auf ihnen oft Schimmelpilze anlagern und für Krankheiten sorgen können. Kokosnüsse sind sehr fettreich und sollten wenn nur in Maßen gefüttert werden. Die Milch kann eine Alternative zur Kuhmilch sein, denn sie enthält keine Lactose, ist aber auch sehr fettreich.


8. Rosinen und getrocknetes Obst

Geschwefeltes Trockenobst ist für Wellensittiche tabu. Der Schwefel schadet den Vögeln.

Vorsicht ist auch bei Rosinen und getrocknetem Obst geboten. Meist enthalten getrocknete Früchte viel Zucker oder sind geschwefelt und deshalb für Wellensittiche ungeeignet.


9. Haferflocken und Sonnenblumenkerne

Haferflocken und Sonnenblumenkerne sind für die Wellensittiche schlicht zu groß zum Fressen.

Haferflocken sind auch für Wellensittiche ungeeignet. Wie Sonnenblumenkerne sind die Flocken zu groß für die kleinen Papageien. Sie sind zwar nicht schädlich, gehören aber auch nicht ins Körnerfutter der Wellensittiche.


10. Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte können Durchfall bei Wellensittichen auslösen.

Verschiedene Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen und Sojabohnen sind ebenfalls für Wellensittiche ungeeignet. Sie können Erbrechen und Durchfall bei den Wellensittichen auslösen.


Was dürfen Wellensittiche trinken?

Wellensittiche müssen kein besonderes, destilliertes Wasser trinken. Unser Leitungswasser ist so gut, dass Wellensittiche kein Mineralwasser oder sterilisiertes Wasser brauchen. Im Gegenteil, kohlensäurehaltiges Wasser kann sogar zu Verdauungsproblemen führen. Und Zusätze wie Vitamintropfen verändern den Geschmack, so dass manche Wellis gar nichts mehr trinken.

Ihr könnt den Vögeln auch ab und zu verdünnten Kräutertee anbieten:

Alle Tees sollten nur unterstützend eingesetzt werden. Kräutertees ersetzen keine medizinische Behandlung!


Was sollten Wellensittiche nicht trinken?


5 Fragen zur Wellensittich-Ernährung

Kann Vogelfutter schlecht werden?

Die trockenen Samen sind eigentlich relativ lange haltbar. Besonders, wenn sie trocken und im Dunkeln gelagert werden. Auch Kolbenhirse ist über Jahre haltbar. Am besten lagert ihr das Vogelfutter in einer Metalldose oder in einem Plastikbehälter. So kann auch Ungeziefer wie Motten, nicht an das Futter gelangen. Über das Verfallsdatum hinaus sollte das Futter sicherheitshalber nicht mehr an die Wellensittiche verfüttert werden. Keimfutter und Frischkost sind nicht länger als einen Tag haltbar. Es sollte nach einigen Stunden entfernt werden, da sich sehr schnell Schimmel bilden kann.

Wie oft muss das Vogelfutter gewechselt werden?

Das kommt darauf an, wie viel Körnerfutter ihr den Vögeln anbietet. Ich biete meinen Wellensittichen das Futter in einem großen Keramiknapf an, und tausche das Futter einmal in der Woche, wenn fast nur noch leere Spelzen zu sehen sind. Ihr könnt den Vögeln aber auch eine Tagesration geben, damit sie nicht immer unbegrenzt Futter zur Verfügung haben.

Wie viel essen Wellensittiche pro Tag?

Wellensittiche haben einen sehr schnellen Stoffwechsel und können kein Fett einlagern. Sie sind deswegen darauf angewiesen, regelmäßig Nahrung aufzunehmen und müssen ca. 10 Prozent ihres Körpergewichts täglich fressen. Das entspricht ungefähr sechs bis zehn Gramm oder zwei Teelöffeln.

Was ist die beste Ernährung für Wellensittiche?

Körnerfutter allein ist keine ausgewogene Ernährung für Vögel. Ihr solltet das Vogelfutter wenigstens mit Pflanzen wie dem Golliwoog® oder Vitaminpräparaten ergänzen. Noch besser ist tägliche Frischkost mit wechselndem saisonalen Obst und Gemüse und einmal die Woche frische Kräuter.

Wie oft muss das Wasser für Wellensittiche gewechselt werden?

Im stehenden Wasser bilden sich innerhalb eines Tages Bakterien, deshalb solltet ihr den Wellensittichen jeden Tag frisches Wasser geben. Baden die Wellensittiche auch in der Wasserschale, sollte das Wasser nach dem Bad der Wellensittiche gewechselt werden. Am besten verwendet ihr zwei Sets an Wassernäpfen. Nach dem Trocknen sind nämlich auch Trichomonaden (Geißlertierchen) nicht mehr im Wassernapf vorhanden.