Das sind meine Themen:
Inhaltsverzeichnis
Worauf ihr bei Freisitzen
achten solltet
Bei Spielzeug-Herstellern und Wellensittichen gleichermaßen beliebt sind bunte Sitzstangen. Zum Glück wird das Wellensittich-Spielzeug heutzutage mit wasserlöslichen und ungiftigen Farben eingefärbt.
Die falsche Anordnung
Ein Punkt, auf den Hersteller noch achten sollten, ist die Anordnung der einzelnen Elemente. Die bunten Holzringe dieses Freisitzes sind leider unten angebracht. Wellensittiche sitzen, wie alle Vögel, am liebsten auf der höchsten Stange. Daher wird mit den Ringen kaum gespielt, da sie auf der untersten Sitzstange Kothäufchen abbbekommen.
Gefährliche Baumwoll-Fäden
Ein anderes Problem sind die weißen Baumwollseile, mit denen Wellensittich-Spielzeug oft ausgestattet wird. Es stimmt, die kleinen Vögel knabbern gerne an Seilen. Aber ihr solltet die Baumwollseile sicherheitshalber abschneiden. Die losen Fäden, die die Wellensittiche beim Knabbern verschlucken, können im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen, wenn sich ein Bezoar (Magenstein) bildet.
Klettergerüst als Freisitz
Klettergerüste sind Freisitz und Spielzeug in einem, denn die Wellensittiche lieben es die Rinde abzuknabbern. Deswegen solltet ihr die Klettergerüste nach ein paar Monaten auswechseln. Leider brechen die dünnen Stangen auch sehr schnell ab. Beim Reinigen habe ich schon aus Versehen einige abgerissen. Nicht nur deswegen bevorzuge ich das zweite Modell mit den dickeren Stangen. (Klick für mehr Infos!)
Der Atomball
Dieser Freisitz ist etwas komplizierter nachzubauen. Anders als bei den Freisitzen aus Holz werden die Plastikteile hier mit Seilen umwickelt. So können die Wellensittiche nicht an dem Plastik knabbern und der Freisitz ist dennoch flexibel und stabil. Ein weiterer Vorteil der „Ummantelung“: die Sitzfläche ist weicher. Das ist besonders für Handicap-Wellensittiche und Vögel mit Fußproblemen wichtig. An der Kordel können die Vögel bequem klettern und nagen. Außerdem nimmt der „Atomball“ weniger Platz weg als ein gewöhnlicher Freisitz oder ein Holz-Gerüst. Und die acht Schritte sind leichter umgesetzt als ich zuerst dachte.
In acht Schritten zum Freisitz:
Besorgt zuerst das notwendige Material: 2 Polyethylen-Schläuche vom Baumarkt oder Gartencenter mit einem Außendurchmesser von 31 mm und einem Innendurchmesser von 20 mm, passende Verbindungsstücke (3 Kreuz- und 4 T-Verbindungsstücke) und genug Kordel zum vollständigen Umwickeln des Balls.
- Als Erstes schneidet ihr einen der Schläuche in acht gleich große Stücke. Je nach gewünschter Ballgröße sollten die Stücke länger oder kürzer sein. Für jede Ballhälfte benötigt ihr jeweils vier Stücke.
- Schneidet aus dem kleineren Schlauch vier kleine Stücke. Diese dienen als Verbindungsstücke im Innern und bilden die Mitteletage. Auf dieser Etage können die Wellensittiche direkt im Ball sitzen.
- Verbindet nun zuerst jeweils die vier Schlauchstücke für die Ballhälften mit einem Kreuzverbindungsstück.
- Verbindet die vier kleinen Schlauchstücke mit dem letzten Kreuzverbindungsstück zu einem Kreuz.
- Jetzt könnt ihr die Mitteletage mithilfe der T-Verbindungsstücke mit den beiden Ballhälften verbinden, sodass die typische Form eines Atommodells entsteht.
- Wickelt jetzt großzügig Sisalseil um den Atomball, sodass alle Plastikteile unter dem Seil versteckt sind. Wiederholt das ruhig so oft, bis ein dickes Polster entstanden ist.
- Als Letztes könnt ihr den Ball mit einem Karabiner oder einer Kordel freischwingend aufhängen.
Meine Wellensittiche lieben es, wenn sich der Ball bewegt und sie sanft wiegt. Deshalb nutzen sie die mittlere Etage gerne als Schlafplatz. In den Ball lässt sich ebenfalls gut Spielzeug hineinhängen.
Natürlich sitzen die Vögel am liebsten ganz oben. Aber dank der Kordel können die Wellensittiche den Ball an jeder Stelle anfliegen und auch mal an den Seiten hochklettern.
Für Wellensittiche mit Behinderungen ist die weiche Ummantelung mit Sisalseilen besonders geeignet. So können die Vögel ihre schmerzenden Füße entlasten. (Klick für mehr Infos!)
Das große Schaukelrad
Dieses bunte 'Schaukelrad' wird von meinen Wellensittichen eher als Schlaf- und Ruheplatz genutzt. Die bunten Holzkugeln und Acrylteile werden gerne angeknabbert und in Bewegung versetzt. Besonders die bunten Holzkugeln mit dem Smiley haben es meinen Welli-Hähnen angetan.
Das „Rad“ mit den vielen Sitzstangen ist groß genug, um einem kleinen Schwarm Platz zu bieten. Es kann als Schlafplatz oder Freisitz für das stundenweise Dösen von den Vögeln genutzt werden.
Im Gegensatz zu anderen Sitz-Spielzeugen für Wellensittiche besitzt dieses Schaukelrad auch schön dicke und breite Sitzstangen. Da die kleinen Vögel das Holz nicht komplett umfassen können, nutzen sich ihre Krallen besser ab.
Auch wenn das Wellensittich-Spielzeug wie dieser bunte Freisitz nicht perfekt ist, lassen sich die gekauften Spielzeuge mit etwas handwerklichem Geschick anpassen. So sind nicht alle Teile aus Holz. Einige der Elemente sind aus Acryl. Wer sich sorgt, dass die Gesundheit der Wellis Schaden nimmt – denn beim Knabbern könnten die Vögel kleine Partikel ablösen und verschlucken -, kann die Acrylteile entfernen.
Schlimmer finde ich aber die Baumwollseile an den unteren Sitzstangen. Zum einen können die Wellensittiche Fäden verschlucken, was zur Bildung eines Bezoars führen kann. Im schlimmsten Fall kann das zu einem Darmverschluss führen. Zum anderen landet der meiste Kot auf den unteren Stangen und den Baumwollseilen. Auch wenn sich die Seile ebenso leicht reinigen lassen wie die Holzstangen, trocknen sie schlechter. Das öffnet Bakterien Tür und Tor. Deswegen habe ich diese Seile einfach abgeschnitten.
Weidenringe & Weidenkugel
Weidenholz eignet sich besonders gut für Freisitze, denn es wird von den Wellensittichen nicht so leicht zerlegt. Aber zum Selberbasteln ist das recht harte und wenig flexible Weidenholz weniger geeignet. (Klick für mehr Infos!)
Freisitz selbst gebaut aus Naturästen
Viereckige Gerüste aus einfachen Naturhölzern wie Weide, Birke oder Haselnuss lassen sich leicht mit Kordel oder Lederseilen basteln. (Klick für mehr Infos!)